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Warum bestehende Ansätze im Markt scheiterten – und was WheelSense anders macht

Die Optimierung des Rad-Schiene-Kontakts beschäftigt die Bahnindustrie seit Jahrzehnten. Unzählige Projekte, Sensoriklösungen und Forschungsansätze versprachen, die Lebensdauer von Radsätzen zu verlängern – doch keiner konnte sich dauerhaft durchsetzen.

Nicht, weil die Technologie fehlte, sondern weil sie an der Praxis vorbeiging.

Forschungsergebnisse blieben theoretisch, Sensorlösungen zu teuer und Dateninseln unverbunden. Was Flottenmanager brauchen, sind keine neuen Geräte, sondern klare, integrierte Antworten: Wie lange hält dieser Radsatz noch? Wann ist der richtige Zeitpunkt für die nächste Reprofilierung? Und wie lassen sich Ausfallzeiten vermeiden und Lebensdauern erhöhen?

Genau hier setzt WheelSense an – mit einem datenbasierten, praxisnahen Ansatz, der vorhandene Messdaten intelligent nutzt, statt neue Sensorik einzuführen.

WheelSense wurde genau für diese Lücke entwickelt – gemeinsam mit Betreibern, Instandhaltern und Werkstätten. Das Ziel: bessere Entscheidungen treffen, frühzeitiger planen, Standzeiten vermeiden.

Die Realität der Instandhaltung: Planen unter Unsicherheit

Instandhaltungsplanung bedeutet oft Entscheidungen treffen, obwohl entscheidende Informationen fehlen. Werkstätten und Betreiber müssen Radsatz- und Drehgestell-Aufbereitungen mehr als ein Jahr im Voraus planen – lange bevor der tatsächliche Zustand der Komponenten bekannt ist.

Fehler in der Planung führen nicht nur zu höheren Kosten, sondern auch zu verpassten Synergien mit anderen Maßnahmen wie Revisionen oder großen Instandhaltungen. Da klassische Flottenmanagement-Systeme keine Prognosen liefern, die den realen Verschleißverlauf der Radsätze adäquat abbilden könnten, lassen sich diese Fehler nicht vermeiden.

Grenzmaß ist nicht gleich Grenzmaß

Ein wesentlicher Faktor für Laufverhalten und Verschleiß ist die Spurkranzdicke. Ein dickerer Spurkranz verbessert die Führung des Rads in engen Kurven, erhöht aber gleichzeitig die Querkräfte und damit den Materialverschleiß. Ein dünnerer Spurkranz reduziert die Kräfte, birgt jedoch das Risiko von Hohllauf und instabilem Laufverhalten.

Die optimale Spurkranzdicke ist also nicht pauschal bestimmbar, sondern hängt vom Fahrzeug, seinem Einsatzprofil und den Streckenbedingungen ab. Pauschale Grenzmaße auf Flottenebene greifen hier zu kurz.

WheelSense berücksichtigt diese Unterschiede: Unter Berücksichtigung historischer Verschleißdaten können fahrzeugspezifische Grenzwerte bzw. Profilvorgaben definiert werden und es lassen sich präzise Empfehlungen für eine höhere Lebenszeit ableiten.

In der letzten Lebensphase eines Radsatzes ist besondere Aufmerksamkeit gefragt

Wird der Zeitpunkt der letzten Reprofilierung nicht rechtzeitig erkannt, läuft man Gefahr, dass der zulässige DM-Wert auf der URD unterschritten wird und das Fahrzeug keine Betriebsfreigabe erhält. In diesem Fall muss das Fahrzeug zunächst neue Radscheiben erhalten, was die Ausfallzeit signifikant erhöht.

WheelSense erkennt solche kritischen Phasen frühzeitig. Die letzte Reprofilierung wird beispielsweise gesondert behandelt und bei Bedarf nach vorne gezogen. Zusätzlich kann das Radprofil für den letzten Lebenszyklus angepasst werden, wodurch sich weitere Lebenszeit gewinnen lässt.

Der Schlüssel: Bestehende Daten besser nutzen

Alle diese Herausforderungen haben eines gemeinsam: Die Daten sind vorhanden – sie werden nur nicht effizient genutzt.

WheelSense ändert das. Anstatt neue Prozesse einzuführen oder zusätzliche Sensorik zu verbauen, macht das System vorhandene Daten transparent und nutzbar. Es integriert sich nahtlos in bestehende IT-Landschaften und stellt relevante Informationen dort bereit, wo sie benötigt werden:

In der Planung, in der Werkstatt, im Flottenmanagement.

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